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MWST – Satzänderung per 1.1.2018

Die einzige Konstante ist der Wandel – mit der Ablehnung der Reform der Altersvorsorge 2020 ist nun klar, dass sich die Mehrwertsteuer-Sätze ab 1.1.2018 wieder ändern. Ebenfalls ab dem 1.1.2018 treten weitere umfangreiche Gesetzesänderungen im Bereich der Mehrwertsteuer in Kraft (siehe Newsletter «Neuerungen in der Mehrwertsteuer ab dem

1. Januar 2018)

Neue Mehrwertsteuersätze ab 1.1.2018

Die (zeitlich befristete) IV-Zusatzfinanzierung läuft per 31.12.2017 aus. Dafür wird ab dem 1.1.2018 die Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI)» aufgrund der Volksabstimmung von 2014 über die Mehrwertsteuer finanziert.

In der vom Volk abgelehnten Reform der Altersvorsorge 2020 war insbesondere vorgesehen, durch die gleichzeitige Anhebung der Mehrwertsteuersätze auf das bisherige Niveau einen Beitrag zur Finanzierung der Reform zu leisten. Durch die Ablehnung der Reform durch das Stimmvolk ist auch die entsprechende Anpassung bei der Mehrwertsteuer vom Tisch. Dadurch sinken die Mehrwertsteuersätze per 1.1.2018 erstmals.

Mehrwertsteuersätze

Normalsatz

Sondersatz

Reduzierter Satz

Aktuelle Steuersätze

8.0%

3.8%

2.5%

./. IV-Zusatzfinanzierung

auslaufend am 31.12.2017

-0.4%

-0.2%

-0.1%

+ Steuererhöhung FABI

01.01.2018-31.12.2030

0.1%

0.1%

0.1%

Neue Steuersätze (ab 1.1.2018)

7.7%

3.7%

2.5%

 

Bitte beachten Sie, dass die Mehrwertsteuersätze in allen Applikationen auf die neuen Rahmenbestimmungen angepasst werden müssen.

Wann gelten die bisherigen, und wann die neuen Steuersätze?

Der anzuwendende Steuersatz bemisst sich am Zeitpunkt der Erbringung der Lieferung oder Leistung. Das heisst, dass weder das Zahlungs- noch das Rechnungsdatum von Belangen sind, sondern einzig und allein der Zeitpunkt, zu dem die Leistung erbracht worden ist. Für im Jahr 2017 erbrachte Leistungen gilt somit noch der bisherige Normalsatz von 8% - für Leistungserbringungen ab dem 1.1.2018 gilt bereits der neue Steuersatz. Falls periodische Leistungen abgerechnet werden (z.Bsp. Wartungsverträge), ist das Entgelt pro rata temporis aufzuteilen. Sie finden in der Folge einige Beispiele:

Beispiel 1:

Die Möbelhaus AG (Abrechnungsart vereinnahmt, effektive Abrechnungsmethode) schliesst am 27. November 2017 mit dem Kunden X einen Vertrag über die Lieferung eines Schranks ab. Der Schrank wird am 22. Dezember 2017 nach Hause geliefert.

Die Rechnungsstellung erfolgt am 12. Januar 2018. Der Kunde bezahlt die Rechnung eine Woche später. Als Zeitpunkt der Leistungserbringung und somit massgebend, ob der bisherige oder neue Steuersatz anzuwenden ist, gilt der Tag der Lieferung, also der 22. Dezember 2017. Folglich hat die Möbelhaus AG die Leistung noch mit 8,0 % in Rechnung zu stellen und gegenüber der ESTV im 1. Quartal 2018 abzurechnen.

Beispiel 2:

Das Innenausbaugeschäft Intro Bau AG (Abrechnungsart vereinbart, effektive Abrechnungsmethode) führt im Zeitraum zwischen dem 11. Dezember 2017 und 30. Januar 2018 Innenausbauarbeiten bei einem Kunden durch. Die Rechnung im Gesamtbetrag von CHF 35‘000 wird am 15. Februar 2018 erstellt und durch den Kunden am 5. April 2018 beglichen. Auf der Rechnung werden die Arbeiten bis zum 31. Dezember 2017 im Betrag von CHF 20‘000 inklusive 8,0 % MWST und die Arbeiten ab dem 1. Januar 2018 im Betrag von CHF 15‘000 inklusive 7,7 % MWST ausgewiesen. Da die Rechnung im Februar 2018 ausgestellt wird, sind die Umsätze und die Steuern im 1. Quartal 2018 zu deklarieren.

Die vorstehend aufgeführten Grundsätze lassen sich wie folgt grafisch darstellen:

new_vat_rates_in_switzerland.jpg

 

Diese Informationen sollen Ihnen einen groben Überblick verschaffen. Gerne unterstützen wir Sie bei konkreten Fragestellungen. Unsere Kundenberater stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

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Autoren

Thomas Laube
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